Wenn man so was planen könnte

geschrieben am 3. Februar 2012 von , kategorie(n): blogging, tags: , , ,

Das hier war wirklich mal ein ruhiges und beschauliches kleines Weblog, dann kam der Kältebus… oder so. Ich hatte ja durchaus schon einige Lastspitzen, aber was heute hier abgeht ist nicht mehr normal, wirklich nicht. Und zu 97% kommt der Traffic von Facebook, 2% via Twitter und der Rest aus anderen Ecken. Zumindest mal interessant.

Mal schauen wie lange es dauert, bis wir hier wieder unter uns sind: Meine paar Stammleser und ich :)

Mind The Gaep – Alles neu :)

geschrieben am 3. Februar 2012 von , kategorie(n): musik, tags: , , ,

Neue Homepage: Mind The Gaep

Neues Album, neues Logo und jetzt haben wir noch die neue Site von Mind The Gaep raus getan… Mir gefällt’s, logisch, alles andere wäre ja auch doof ;) Es lohnt sich übrigens, mal in das neue Album „Get Ready For Tonight“ reinzuhören.

Kältebus in Saarbrücken

geschrieben am 3. Februar 2012 von , kategorie(n): zeuch, tags: ,

Übrigens: Im Gegensatz zu Hamburg hat Saarbrücken einen „Kältebus-Abhol-Service“ für Obdachlose. Nennt sich hier „AWO-SOS-Express“, ist von der AWO und alle Infos stehen im Netz.

Facebook-Gruppen sind auch nur Foren

geschrieben am 2. Februar 2012 von , kategorie(n): zeuch, tags: , , ,

Es gibt Typen… Da kackt einer in einer Gruppe Leute an, die den Fehler gemacht haben keine Anwälte zu sein und daher bei ihrer Frage die falsche Bezeichnung eines Schreibens verwenden, dass der Absender verwendet hat. Wie gesagt, die wissen es nicht besser, ist nicht ihr Thema und die haben offenbar zum ersten Mal mit so einer Situation zu tun. Dummerweise habe ich dann dem „alten Hasen“ geschrieben, dass er da gerade auf die Falschen einhauen würde, gerade eben weil sie ja keine Anwälte seien. Ganz sachlich, ohne Beleidigung. Einfach nur meine Meinung. Daraus entspinnt sich dann eine längere Diskussion, in deren Verlauf sich jener „alte Hase“ als vollkommen merkbefreit zeigt, wie wild Leute beleidigt, selbst jene, die versuchen ihn zu verteidigen (er habe ja so Stress, er habe schon so viel für die Gruppe getan, da dürfe man ihn nicht kritisieren wenn er mal ausflippt usw.)… Ich bin dann ausgestiegen, weil ich mit Argumenten nicht weiter gekommen bin und mir meine Zeit echt zu schade ist, mich in einer Tour durch beleidigen zu lassen und mir wildeste Unterstellungen nachwerfen zu lassen.

Damit war die Diskussion aber lange nicht vorbei, andere waren noch lustig dabei. Und jetzt zog der „alte Hase“ einen Schlussstrich und löschte seine Kommentare und will damit beweisen, dass er ja gar nicht angefangen habe. Schließlich könne ja jetzt jeder sehen, dass die anderen angefangen hätten, weil er ja seine Kommentare gelöscht habe und wenn er angefangen hätte, dann müssten die ja noch da stehen… oder so. So ganz konnte ich der seltsamen Logik wirklich nicht folgen, ich mag da aber auch nicht mehr Zeit investieren. Reicht schon, dass ich vor lauter Kopfschütteln Ohrenschmerzen, einen Handabdruck im Gesicht vom Facepalmen und eine tiefe Beule in der Schreibtischplatte wegen des ganzen Kopf-auf-den-Tisch-fallen-lassens habe – noch mehr Kopfschmerzen deswegen müssen echt nicht sein.

Halten wir fest: Facebook-Gruppen sind auch nur Foren, von mir aus Version 2.0 – aber inklusive aller bekannten Begleiterscheinungen. Wobei das wirklich traurige in dem Fall ja ist, dass es um eine recht wichtige Sache geht und in der Gruppe an sich genug Sachverstand vorhanden wäre, um Betroffenen wirklich zu helfen, aber so ist das eben in Foren: Einige wenige Trolle können alles kaputt machen (manchmal reicht auch ein einziger).

Lustiges aus dem SPAM-Ordner

geschrieben am 2. Februar 2012 von , kategorie(n): fun, tags: , ,

Ganz großes Kino große Lyrik ;)

Hallo,

Es ist mir eine Freude, diese paar Zeile. Mein Name ist Miss wertvolle
bin ein Mädchen auf der Suche nach einer wahren Liebe.

Ich sah dein Profil auf dieser Seite, die ich bewundert viel und wollen zu bekommen, um uns besser kennen zu lernen.

So freundlich mit mir in Verbindung gleich hier behalten, damit wir besser wissen, die ich im Gegenzug schicken Ihnen mein Foto auch meine persönliche Vorstellung. Ich habe auch etwas ganz Besonderes, mit Ihnen zu besprechen.

Cheers und hoffe von Ihnen zu hören.

wertvoll

Brieffreundschaft Reloaded

geschrieben am 1. Februar 2012 von , kategorie(n): zeuch, tags: , ,

Himmel, ich konnte meine Brieffreunde von Melango schon nicht leiden, weil die Kommunikation einfach zu einseitig war. Die haben immer nur gefordert, gefordert und gefordert. Aber meine Fragen und Widersprüche haben sie einfach ignoriert – oder die Annahme verweigert. Das hatte mich dann so sehr enttäuscht, dass ich gar nicht mehr reagierte. Damit hatte ich wohl einen Nerv getroffen, offensichtlich vermisst man bei Melango meine Nachfragen und Widersprüche dann doch, also haben sie die Hilfe eines professionellen Anbieters im Bereich kommerziell motivierter Forderungs-Brieffreundschaften in Anspruch genommen. Und dieser Dienstleister hat mich nun angeschrieben…

Die wollen jetzt schon 535,92 Euro von mir. Wofür? Für nichts. Die behaupten einfach mal, es gäbe da einen Vertrag… naja, egal, bekommen die auch einen Widerspruch und gut ist. Aber nicht auf dem mitgelieferten Vordruck, wirklich nicht. So sieht der aus:

Scan-120131-0002

Ist so was eigentlich rechtlich in Ordnung? Auf so einer Rückantwort den Punkt mit dem Anerkenntnis der Forderung vorab anzukreuzen und ausdrücklich zu verlangen, diese Rückantwort unterschrieben zurückzuschicken? Und abgesehen davon, kommen die damit wirklich durch? Echt jetzt?

Update 01.02.2012: Habe heute morgen mal spasseshalber bei dem Inkasso-Büro angerufen, dachte ja nicht wirklich, dass da jemand ran geht. Aber ich wurde überrascht. Was mich auch überraschte war die telefonische Auskunft, dass „die Akten geschlossen“ wären und man nicht mehr für Melango arbeiten würde. Naja, habe um eine schriftliche Bestätigung gebeten und natürlich trotzdem schriftlich der Forderung widersprochen (natürlich nicht mit dem Formblatt)… für alle Fälle :)

Der Unterschied zwischen „gut gemeint“ und „gut gemacht“

geschrieben am 31. Januar 2012 von , kategorie(n): zeuch, tags: , , , ,

Da wird derzeit eine Meldung wie wild durch Facebook geteilt, die auf den ersten Blick erst mal gut klingt: Es gäbe da eine „Kältebusnummer“ in Hamburg, die könne man anrufen, wenn man in Hamburg einen Obdachlosen sieht, der auf der Strasse sitzt und dann würde der „Kältebus“ kommen und diesen Obdachlosen aufsammeln. Oder wie es zum Beispiel hier heisst:

ES IST TÖDLICH KALT!!! wer abends / nachts Obdachlose auf der Straße in Hamburg schlafen sieht, kann den MITTERNACHTSBUS anrufen: Telefon XXXXXXXXX. Dann kommt der Kältebus vorbei, um sie vor dem Kältetod zu bewahren!!!! bitte weiter verbreiten… (denke der Beitrag gehört hier hoch)

Warum ich die Nummer ausge-X-t habe? Nun, so toll das mit dieser „Kältebusnummer“ klingt, es ist einfach nicht wahr. Es gibt zwar einen „Kältebus“ in Hamburg, der heisst aber „Mitternachtsbus“ und der kommt nicht auf Bestellung, sondern fährt eine feste Route ab. Die geteilte Nummer ist die des Büros der Mitarbeiterin der Diakonie, die das Projekt koordiniert. Das bedeutet: Man kann da nachts super anrufen, es geht nur niemand ran. Und selbst wenn jemand ran ginge: Es gibt diesen Abholservice einfach nicht.

Natürlich wäre es schön, wenn es so einen Abholservice gäbe, aber mit dem Teilen dieser Telefonnummer tut man leider niemandem einen Gefallen, im Gegenteil: Man gefährdet Menschenleben damit! Warum? Stellen wir uns vor, zwei Freunde, des nächtens in Hamburg unterwegs, sehen in der Irgendwostrasse vor dem Nimmmichaus-Markt einen Obdachlosen liegen, der ganz offensichtlich friert. Meint einer der beiden: „Hey, ich habe da eine Nummer bei Facebook gesehen, so ein Kältebus, den rufen wir jetzt an, der holt den ab und bringt in an ein schön warmes Plätzchen.“ Gesagt getan, aber: „Oh, nur der Anrufbeantworter? Na egal, die werden gerade jemand anderen abholen, ich spreche denen die Adresse auf’s Band…“. Super, zwei Menschen haben ein ruhiges Gewissen, fühlen sich gut, weil sie vermeintlich etwas Gutes getan haben – und der (glücklicherweise derzeit noch fiktive) Obdachlose erfriert, weil die beiden eben nicht die 112 angerufen haben, sondern einen „Kältebus“ informiert haben, den es gar nicht gibt.

Und was mich gerade so richtig aufregt: Mathias hatte in den Kommentaren auf solche Dinge hingewiesen, er hat sogar die Diakonie angeschrieben und die Projektleiterin hat ihm geantwortet:

Lieber Matthias,

danke für deine Meldung. Ich werde hier tatsächlich bereits mit Anrufen und Mails überhäuft und habe bereits eine Korrektur auf der Facebook-Seite dazu gepostet (I love Hamburg-by Moritz Körner). Da kam die Meldung wohl her. Das war nicht mit uns abgesprochen und ist von uns auch nicht leistbar.

Wir fahren jede Nacht mit dem Mitternachtsbus unsere Tour zu obdachlosen Menschen in der Hamburger Innenstadt. Wer uns dabei auffällt, um den kümmern wir uns. Mit Ansprache, Kaffee, Schlafsack und wenn nötig, rufen wir den Notarzt. Weitere Stadtteile/Orte können wir nicht in unsere Route aufnehmen, da wir mit gut 20 Haltepunkten pro Nacht zwischen 20-24 Uhr mehr als voll ausgelastet sind. Wir haben keine Hotline dafür, wir fahren unsere Strecke ab, wo erfahrungsgemäß die meisten Obdachlosen liegen. Die auf Facebook gepostete Nummer ist meine Büronummer, wo ich tagsüber erreichbar bin.

Die Hamburger Sozialbehörde hat aber seit Neuestem eine Hotline geschaltet, wo man Auffälligkeiten auf der Straße melden kann. Die Nummer ist: 428 28 5000. Bisher ist die Hotline aber nur Mo-Fr 8-16 Uhr besetzt.

Bei weiteren Fragen gerne wieder melden.

Schönen Gruß,

Ziemlich klar Ansage, oder? Jetzt könnte man meinen, dass sich die Sache erledigt hätte, der eine oder andere vielleicht auch mal Mathias gegenüber – der gerne mal so in Foren diskutiert, dass er einem damit tierisch auf den Sack gehen kann, das will ich gar nicht abstreiten, habe da ja eigene Erfahrungen ;) – eine Entschuldigung anbringt? NEIN, wo kämen wir denn da hin! So ganz sicher nicht! Man postet nicht nur eine Meldung, die leider falsch ist, man attackiert auch noch weiter denjenigen, der einen auf den Fehler aufmerksam gemacht hat! Frei nach dem Motto: „Wenn ich etwas gut meine, dann ist das verdammt noch mal gut, egal wie die Realität aussieht und wer mir erklärt, wie die Realität aussieht ist ein Arsch! Und wenn ich mit dieser Falschmeldung Leben gefährde, dann ist das noch lange kein Grund mich auf den Fehler aufmerksam zu machen! Schließlich habe ich es gut gemeint!

Also merken wir uns: Egal wie falsch eine Meldung ist, schon alleine weil sie „gut gemeint“ ist, muss man sie kritiklos und vor allem ohne sie zu Hinterfragen teilen… NICHT! Bei allen Meldungen sollte man auch mal für 5 Cent nachdenken, ob das so Sinn ergibt und vielleicht mal Google benutzen bevor man sie teilt und wenn man dann doch mal reingefallen ist und irgendwas weiter verteilt hat, was nicht hätte weiter verteilt werden sollen: Kackt dafür nicht die Leute an, die Euch darauf aufmerksam machen!

Das geht auf den Sack!

geschrieben am 30. Januar 2012 von , kategorie(n): musik, tags: , , ,

Aber mit Vollgas, echt jetzt!

Kaufen, mögen und teilen bitte hier: www.kloetenkiller.de

War wohl eine gute Idee

geschrieben am 25. Januar 2012 von , kategorie(n): urheberrecht, tags: , , , , , ,

Wenn Nachahmung die höchste Form der Verehrung ist, dann werden wir wohl von diesem Sido verehrt. Oder von den Leuten, die seinen Film gemacht haben. Oder allen zusammen. Zumindest haben die für den Film „Blutzbrüdaz“ einen Idee aufgegriffen, die wir für das Killeralbum von J.B.O. letztes Jahr umgesetzt haben: Gefakte Download-Archive mit persönlicher Botschaft an die Raubmordkopierer…

Unsere Vorlage:

Die „Blutzbrüdaz“-Nachahmung:

Halten wir fest: Unsere Idee war offensichtlich gar nicht mal so doof :)

Mimimi oder Kampagne?

geschrieben am 22. Januar 2012 von , kategorie(n): zeuch, tags: , , , , , , ,

…und ich dachte immer, als Autor müsste man damit leben, wenn das eigene Buch einem Rezensenten nicht gefällt und ggf. zerrissen wird. Dabei ist die Rezension, um die es geht nicht mal wirklich ein Verriss, sondern eher eine Beschreibung, warum es zu dem Buch eben keine wirkliche Rezension gibt. Autor und Verlag scheinen das in dem Fall aber mal ganz anders zu sehen und drohen gleich mit rechtlichen Schritten und kommen mit Verschwörungstheorien um die Ecke… Natürlich ist es für einen Autoren nicht schön, wenn das eigene Werk zerrissen wird, aber damit muss man halt leben – müssen Musiker schließlich auch. Das Leben ist halt kein Zuckerhof und Ponyschlecken…

Ach noch was: Der Autor des Buches bloggt selber auch, lustige Geschichte, die er da zusammen geschrieben hat, mit weniger lustigen Unterstellungen, die er hoffentlich beweisen kann, sonst geht meiner Meinung nach das mit den rechtlichen Schritten schnell nach hinten los. Aber ich hätte mir ja fast das Display mit dem Kaffee eingesaut, als ich folgendes lesen durfte:

Sobald eine Rezension veröffentlicht ist, untersteht sie nur dann dem Schutze der freien Meinungsäußerung, insofern sie zutreffend fundiert und objektiv analysiert ist – vor allem aber muss der Rezensent das gesamte Werk von der ersten bis zur letzten Seite gelesen haben.

Jemand, der von anderen Bildung erwartet (und dabei auch die alte „was gedruckt ist, ist immer Qualität, online ist immer Müll“-Leier anstimmt), der sollte doch wissen, dass eine Meinung eben immer den Schutz der freien Meinungsäußerung geniesst. Da ist es egal, ob ihm die Meinung gefällt oder nicht, ob der Meinung eine objektive Analyse zugrunde liegt oder nicht. Ja selbst, wenn die Meinung nur auf den ersten 20 Seiten des Buchs, den ersten 3 Songs eines Albums oder eben den ersten 10 Minuten eine Films basiert. So lange das kommuniziert wird und der Rezensent nicht behauptet, das ganze Werk gelesen/gehört/gesehen zu haben ist das auch kein Problem.

Sollte er natürlich seine Anschuldigungen beweisen könnten, dann wäre es tatsächlich ein anderer Fall. Aber ich denke mal, dass ihm das schwer fallen dürfte…

(via Lesekreis)