Ja, ich bin wirklich alt
geschrieben am 8. Mai 2012 von dobschat, kategorie(n): Computerzeug, tags: alter, alter sack, android, apple, Computerzeug, dobschat, glaubenskriege, ios, smartphonesWirklich, ich bin echt alt geworden. Und das merke ich jeden Tag, nicht aufgrund irgendwelcher körperlicher Gebrechen, aber wenn ich mir so die diversen Glaubenskriege „Mein Betriebssystem ist viel geiler als Deins“ anschaue. Habe mich ja früher wirklich gerne und ausgiebig an solchen Diskussionen beteiligt, die waren ja auch wirklich unterhaltsam – früher. Aber inzwischen finde ich es nur noch putzig, wie sich da manche rein steigern können. Ist klar, wer sich für das jeweils andere System entscheidet, der ist entweder blöd, wurde einer Gehirnwäsche unterzogen oder verwendet heimlich das favorisierte System und wird nur dafür bezahlt, zu behaupten das andere System zu nutzen. Gähn. Ich kann gerade nicht mal mehr richtig nachvollziehen, was ich früher an solchen Diskussionen so unterhaltsam fand. Sollten demnächst Nachrichten durch die Zeit geschickt werden können, dann würde ich wohl meinem jüngeren Ich schreiben, dass der diesen Quatsch einfach lassen soll, nur um mir heute damit die Frage an mich selbst zu ersparen, was mich da damals geritten hat.
Andererseits habe ich früher auch andere Sachen gemacht, für die ich dann irgendwann zu alt war. Im Sandkasten spielen, Mädchen grundsätzlich eklig und doof finden, Sauftouren einzig zum Zweck maximal besoffen zu sein (und trotz des Wissens um den Kater am folgenden Tag), mehrere Tage am Stück irgendwelche Konsolenspiele zocken und wirklich nur für die absolut notwendigen körperlichen Bedürfnisse aufstehen (fragt nicht, fragt einfach nicht)… aus heutiger Sicht ziemlich bescheuerte Möglichkeiten die Zeit rumzubringen. Aber das gehört wahrscheinlich einfach dazu, also zu diesem „älter werden“. Und eigentlich war manches davon ja doch auch ganz lustig
Aber wegen der Betriebssystem-Diskussionen: Drauf gekommen bin ich ja wegen des Beitrags da bei Netbooknews – ich befasse mich jetzt seit ein paar Tagen wirklich sehr intensiv mit einem HTC One X, eben auch in Hinblick auf den Vergleich mit dem iPhone. Der Witz an der Sache: Was heute der Grund dafür ist, dass ich persönlich ein iPhone nutze, wäre vor 10 Jahren wahrscheinlich der Grund gewesen, mir ein Android-Smartphone zuzulegen. Unglaublich viele Möglichkeiten an etlichen Ecken und Enden des Systems was zu schrauben und einzustellen und zu konfigurieren – eine fantastische Spielwiese, wenn man den spielen will. Will ich aber gar nicht (von Angry Birds zwischendurch abgesehen
), hauptsächlich will ich mit meinem Smartphone Mails checken, Zugriff auf meine Termine haben, dann und wann mal was Knipsen, was bei Twitter oder Facebook posten und Musik hören. Ach ja, hin und wieder telefoniere ich auch damit. Alles andere, echtes Multitasking, Apps aus beliebigen Quellen installieren, verschiedene Themes und Möglichkeiten die Oberfläche individueller zu gestalten, wie viele Cores der Prozessor hat und wie viel RAM im Smartphone steckt und was es nicht alles gibt – interessiert mich nicht. Zumindest nicht bei dem Gerät, das ich jeden Tag mit mir rum trage. Und da kommt mir der goldene Käfig iOS echt entgegen: Was das Gerät können soll, das kann es so wie es soll und immer gleich.
Und von wegen Apple sperrt einen ein und nimmt einem Freiheiten – soweit es mich betrifft kann ich fast alles, was ich an Daten habe und alles, was ich an Daten brauche auch auf jede andere Plattform mitnehmen. Ich persönlich habe da nicht den Eindruck, dass mich Apple hier irgendwie behindert (vom elenden DRM bei Filmen, Serien und Büchern aus dem iTunes Store abgesehen, DAS nervt wirklich). Aber alles andere? Kann ich ohne Probleme durch die Gegend schieben – ob ich meine Kalender nun per Google oder iCloud synce ist egal – es funktioniert beides, wenn es sein muss auch gleichzeitig. Sollte ich mich bei der nächsten Vertragsverlängerung für ein Android-Smartphone entscheiden, dann wäre das auch kein großes Problem. Zwei, drei Schalter an meinem Mac ändern und die wirklich wichtigen Daten landen eben dort statt auf einem iPhone. Kinderspiel. Und was wirklich witzig ist: Wie ich meine Daten ggf. auf eine andere Plattform bekommen und dort weiter damit arbeite könnte gehört zu den Themen, mit denen ich mich immer wieder beschäftige, inklusive Testmigrationen auf einen Linux- und einen Windows-Desktop in virtuellen Maschinen. So lange für mich persönlich die Vorteile der Apple-Plattformen die Nachteile (zu denen ich durchaus auch die Geschäftspolitik des Konzerns zähle) überwiegen, so lange werde ich diese Plattform nutzen – und wenn es irgendwann anders aussieht, dann switche ich eben.
Puuuuhhhh, klingt langweilig, ist es vielleicht auch, aber es funktioniert und lässt viel Zeit für viele wichtigere Dinge als virtuelle Glaubenskriege
Sie ist weg!
geschrieben am 26. April 2012 von dobschat, kategorie(n): blogging, tags: blogging, dobschat, privat, schreibenJa, sie ist weg! Endlich muss ich dazu sagen, es war ja echt nicht mehr schön so. Wenn man sich ein Jahr lang fast schon ausschließlich mit einem einzigen Thema auseinander setzt und über dieses Thema dabei auch noch ein Buch schreibt, dann kann das durchaus unerwünschte Nebeneffekte haben. Einer dieser Nebeneffekte war nun eben, dass ich so überhaupt gar nicht mehr auf die Reihe bekommen habe irgendwas schreiben zu wollen und wenn ich schreiben musste, dann war es echt anstrengend – eine echte Schreibblockade. Klar, ich habe schon einiges geschrieben, aber das war dann eben so „das muss jetzt“ und nicht mehr „da habe ich gerade Bock drauf“. Nicht unbedingt ideale Voraussetzungen für ein Weblog, oder?
Seit einigen Tagen ist es aber wieder anders, ich habe richtig Laune was zu schreiben, ständig fliegen neue Ideen durch meinen Kopf (viel zu viele
)… fühlt sich gerade richtig gut an
Musik, Schnaps, aber eigentlich…
geschrieben am 23. April 2012 von dobschat, kategorie(n): arbeit, tags: arbeit, berufung, blogging, computerzeuch, netbooknewsMusik und Schnaps sind ja echt ganz toll und es macht eine Menge Spaß in den Bereichen zu arbeiten. Wirklich. Aber jetzt mal ganz ehrlich: Eigentlich bin ich halt doch so ein komischer Gadget-verliebter Technik-Typ. Und dann las ich da letzte Woche eine Stellenausschreibung, bei der ich spontan dachte: „Hey, das wäre doch echt mal ein cooles Thema, das wäre echt cool, da mitzumachen“. Nun, der erste Beitrag ist veröffentlicht, ich lese mich gerade intensiv in das Gesamtthema ein, vieles hatte ich da bisher nur oberflächlich verfolgt. Klar, der Schwerpunkt lag natürlich bisher vor allem bei den Geräten, die ich selber und die von uns in dem Bereich supporteten Musiker nutzen (was übrigens nicht nur Apple-Geräte sind, entgegen anders lautender Vorurteile sind Musiker nicht automatisch Apple-User)…
Wie auch immer, es macht Spaß, auch wenn so ein Einstieg in ein bestehendes Gruppenblog immer eine Herausforderung ist und man sich dabei manchmal schon ein bisschen doof vorkommt
Juhu, Facebook als Pranger!
geschrieben am 22. April 2012 von dobschat, kategorie(n): zeuch, tags: facebook, pranger, unschuldvermutungZumindest eines ist nun zweifelsfrei festgestellt: Weder Polizisten noch Leistungssportler sind davor gefeit, sich so richtig idiotisch zu verhalten. Nicht mal leistungsportelnde Polizistinnen. Natürlich ist es nicht in Ordnung irgendjemanden sexuell zu belästigen und einfach mal so Genitalien-Fotos durch die Gegend zu schicken. Gar keine Frage. Wenn so eine Nachricht kommt, dann ist eine Anzeige richtig und gerechtfertigt. Sollte eine Polizistin wissen, wie sie auch wissen sollte, dass man sich unter beinahe jedem beliebigen Namen bei Facebook anmelden kann. Aber selbst wenn sie das nicht wüsste, dann sollte ihr doch klar sein, dass öffentliches Anprangern vermeintlicher Bösewichter so absolut gar nicht geht. Unschuldsvermutung? Woher weiss die bitte, dass nicht jemand den Namen diess Mannes verwendet hat, um sich einen Facebook-Account anzulegen, mit dem dann so Mist verschickt wird? Oder ob dieser Typ vielleicht nicht „pervers“, sondern einfach nur strunzdämlich ist und irgendeinen falschen Link geklickt hat, so dass solche Nachrichten ohne sein Wissen über seinen Account verschickt wurden?
Einfach mal 20 Sekunden nachdenken vielleicht? Ist das echt zu viel verlangt? Und nein liebe „Ihr doofen Gutmenschen mit Eurem Täterschutz“-Laberer, das hat nichts mit „Täterschutz“ zu tun. Die Unschuldsvermutung gilt immer!
Die wahren Schnorrer im Netz
geschrieben am 22. April 2012 von dobschat, kategorie(n): urheberrecht, tags: gema, kostenloskultur, schnorrer, welt online, YouTube„Schlappe für Youtube und alle Internetschnorrer“
Diese Schlagzeile bei Welt Online brachte Farlion dazu, mal darüber nachzudenken, wer denn die wahren Schnorrer im Netz sind. Kleiner Tipp: Es sind zum Beispiel nicht Blogger, die Quellen korrekt nennen und/oder verlinken. Aber als großer Verlag oder TV Sender ist ein „Quelle: Internet“ wahrscheinlich komplett ausreichend, das haben wir Schnorrer nur übersehen…
Qorn branded Drums von Kirchhoff Schlagwerk
geschrieben am 21. April 2012 von dobschat, kategorie(n): arbeit, tags: fabian ortkamp, h-blockx, kirchhoff, kirchhoff schlagwerk, mind the gaep, qorn, steffen wilmking, videosDas hochprozentige Destillat für Männer erwähnte ich in diesem Blog hier schon ein paar Mal. Jetzt gibt es auch noch die passenden Schlagzeuge dazu. Gebaut wurden die von Kirchhoff Schlagwerk und sie sehen nicht nur genial aus, die klingen auch noch arschgeil (ich bin natürlich kein Schlagzeuger, es wundert mich aber, dass so ein Set nicht auf viel mehr Bühnen steht). Die beiden Drum-Kits im Qorn-Design wurden dann zusammen mit fünf Schlagzeugern und dem Kreativ-Team von thirty-seconds.tv in eine alte Lagerhalle gesperrt und heraus gekommen sind fünf Filme. Die ersten beiden Filme wurden bis jetzt veröffentlicht, in den nächsten Wochen folgen dann die anderen drei.
Lohnt sich auf jeden Fall mal sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen für die beiden Filme mit Steffen Wilmking (H-Blockx) und Fabian Ortkamp (Mind The Gaep). Und für die nächsten Filme wird es sich auch lohnen.
Disclosure: Wir arbeiten für und mit dem Qonzern, machen Promo für den Schnaps, arbeiten für zwei der an diesem Projekt beteiligten Bands und haben uns das alles mit ausgedacht. Ich bin also mit Sicherheit voreingenommen – und das mit voller Überzeugung, denn das sind so Projekte bei denen ich meinen Job noch viel mehr liebe als sowieso schon
Der Bodo schon wieder
geschrieben am 20. April 2012 von dobschat, kategorie(n): Politik, tags: Bodo Thiesen, piratenparteiHätte ja nicht gedacht, dass der Bodo noch mal Thema wird. Aber hey, er wurde nicht aus der Piratenpartei geschmissen, also hauen wir mal kräftig auf die Piraten drauf. Jetzt bin ich natürlich voreingenommen, da so Gestalten wie Bodo oder Aaron für mich Grund waren, die Piratenpartei wieder zu verlassen, trotzdem finde ich es gut und richtig, dass er nicht raus geschmissen wurde. Warum? Ganz einfach: In dem Parteiausschlussverfahren ging es um seine Äußerungen von 2008, für die er bereits gerügt wurde. Heisst also, der von ihm abgesonderte und unerträgliche Mist wurde bereits geahndet. Es war also nur richtig, dass er deswegen nicht noch mal bestraft und aus der Partei geschmissen wurde.
So sind eben die Spielregeln, Rechtsstaat und so. Und jetzt darf man sich doch mal die Frage stellen, wie weit es mit dem Demokratieverständnis und der Rechtsstaatlichkeit von Politikern her ist, die den Piraten jetzt vorwerfen, dass sie nicht auf die bestehenden Regeln gekackt haben. Die haben zwar Recht damit, dass so jemand wie Bodo nicht bei den Piraten sein sollte und eigentlich aus der Partei geworfen gehört – aber dann nur nach den geltenden Regeln. Und wenn es eben dumm läuft – wie in diesem Fall – dann ist das dummerweise so. Aber man kann nicht einfach die Spielregeln über den Haufen schmeissen, weil es der Mehrheit gerade so in den Kram passt.
Path Finder 6
geschrieben am 19. April 2012 von dobschat, kategorie(n): Computerzeug, tags: finder, forklift, ftp, mac, mac os x, path finder, sftpAh, eine neue Version von Path Finder, schön. Sieht auch wirklich gut aus, nur: Kein FTP/SFTP
Schade, also doch auf das Upgrade verzichten und weiterhin Finder + ForkLift benutzen und auf Path Finder 7 warten.
Mehr Popcorn: bank20@financialsandcredit.com
geschrieben am 19. April 2012 von dobschat, kategorie(n): Computerzeug, tags: mails, spamDieser offene SPAM-Verteiler sorgt immer noch für Unterhaltung. Zwischenzeitlich wurden Newsletter an die Verteiler-Adresse bestellt und immer wieder kommen neue Mails. Die Anzahl der „ich schicke Euch meinen Anwalt auf den Hals“-Mails wächst stetig, ein echtes Highlight war diese hier:
Ich habe Anzeige gegen Sie erstattet, Herr [XXX]!
Wir sehen uns vorm Internet-Gericht!
Das Internet-Gericht also – lasst mich raten, da fährt der Justizbus hin? *SCNR*
Aber mal ernsthaft: Es erschreckt mich, wie viele Menschen offensichtlich nicht in der Lage sind, ihrem Mailclient die kleine Regel „Wenn Mail an bank20@financialsandcredit.com, dann Mülleimer“ beizubringen. So schwer ist das doch nicht, kostet auch nicht mehr Zeit, als den ganzen Zauber mit Anwaltsdrohung Nummer 27.396 am Leben zu halten. Aber wer sich selbst nicht die „Antworte niemals, wirklich niemals auf SPAM-Mails“-Regel beibringen kann, der hat wohl auch Probleme damit, einem Programm irgendwelche Regeln beizubringen…
So ergibt Lion Sinn
geschrieben am 18. April 2012 von dobschat, kategorie(n): Computerzeug, tags: arbeit, computer, lion, macIch habe mich ja seit dem Upgrade auf Lion gefragt, was das Launchpad eigentlich soll. Diese aus dem iOS übernommene Oberfläche zum Starten von Programmen wirkte. Nach einem Upgrade mit gefühlten 20.000 Programmicons ist das wirklich nicht benutzbar. Aber nachdem ich den iMac mal komplett frisch aufgesetzt habe – wurde einfach auch Zeit, das darauf laufende System wurde per Migrationsassistent über vier Macs geschleppt und hatte dementsprechend viele System-Upgrades hinter sich – ergibt das wirklich Sinn.
Tatsächlich benutze ich inzwischen hauptsächlich das Launchpad zum Starten von Programmen, Dateien in speziellen Programmen per Kontext-Menü, seltener Spotlight und das Dock ist – bis auf die aktuell laufenden Programme natürlich – leer. Ganz nebenbei habe ich auch die Programme ausgemistet – statt 667 Objekten im Ordner Programme sind es nur noch 159 – unglaublich, was sich über die Jahre beim Testen so alles ansammelt.
Okay, ich habe mich geirrt: Launchpad ist tatsächlich sinnvoll… und nach dem radikalen Aufräumen ist der Mac auch wieder spürbar flotter unterwegs




