Schwarzer März
geschrieben am 8. Februar 2012 von dobschat, kategorie(n): zeuch, tags: acta, facebook, stopactaEine neue Sau wird durch’s Dorf getrieben Ein neues Bild wird durch Facebook geteilt und mal wieder frage ich mich: Ist Denken tatsächlich so anstrengend? Woran liegt es, dass so viele einfach mal alles teilen?
Ich höre es schon: „Hey, es geht gegen ACTA und Du findest ACTA doch auch doof!“ Ja, auch ich finde ACTA reichlich doof und auch ich bin der Meinung, dass eine massive Überarbeitung der Urheberrechtsgesetze dringend nötig ist, bei der sowohl die Rechte und Interessen der Urheber als auch die der Nutzer im Vordergrund stehen und nicht die Rechte und Interessen der Verwerter. Und ich weiss, dass so eine Überarbeitung durch ein Abkommen wie ACTA mindestens massiv erschwert oder gleich unmöglich würde. Daher muss ACTA verhindert werden! Damit bin ich einverstanden, dafür gehe ich auch mit auf die Strasse. Aber die Idee „Schwarzer März“ ist doch wohl nur ein richtig kräftiger Griff ins Klo!
So in den ersten 50 Millisekunden mag die Idee ja durchaus charmant sein: Man kauft einen Monat lang keine CDs, Filme, Bücher, Spiele und Magazine, geht nicht ins Kino (und auch nicht zu Konzerten?) und sorgt so für einen gehörigen Umsatzeinbruch bei den bösen Konzernen, einen Einbruch bei den Steuereinnahmen und trifft die ganzen ACTA-Befürworter dort, wo es weh tut: Am Geldbeutel. Toller Plan… der nur dummerweise einen Haken hat.
Wie es im Filmgeschäft aussieht kann ich nicht sagen, aber wenn es um Musik und Bücher geht, gibt es zwar einige richtig dicke Fische, aber eben auch sehr sehr viele kleine: Das sind Bands, die ihre Musik ohne Label (oder über ein eigenes) selbst vermarkten (oder es versuchen), die kleinen Labels, die sich von Veröffentlichung zu Veröffentlichung arbeiten, kleine Verlage, zum Teil Ein-Personen-Unternehmen, Anbieter von freier Musik… die Liste könnte ich noch lange fortsetzen.
Und mal ganz ehrlich, was glaubt Ihr denn, wen so ein Boykott am heftigsten treffen würde? Die großen Unternehmen, mit Finanzpolstern und hunderten, wenn nicht tausenden Künstlern unter Vertrag oder die kleinen Labels und Bands, die sowieso schon kämpfen müssen, um zu überleben und ganz bestimmt keinen Euro in Lobbyisten für so einen Mist wie ACTA ausgeben? Wie sehr würde es Amazon treffen und wie wären die Auswirkungen für die kleine Buchhandlung in der Stadt?
Warum also nicht statt dem „Schwarzen März“ einen „Bunten März der Neuentdeckungen“ veranstalten? Statt zu boykottieren einfach mal neues entdecken! Schaut Euch mal abseits der Kaufempfehlungen bei Amazon und iTunes um, schaut Euch doch mal bei Jamendo nach freier Musik um! Schaut mal abseits der bekannten Pfade nach neuen Büchern, neuer Musik… guckt mal, was so an Konzerten in kleinen Läden bei Euch in der Nähe stattfindet und geht einfach mal auf gut Glück auf ein Konzert! Sucht bei Google mal nach Bands aus Euerer Umgebung, wer weiss wie viele grandiose Musiker sich praktisch direkt vor Eurer Haustür den Arsch abspielen, ohne dass Ihr davon etwas mitbekommen habt? Wann wart Ihr das letzte Mal bei einem Konzert einer Band, die Ihr vorher nicht kanntet? Klar, man kann dabei echt daneben liegen, aber es kann auch mal ein echter Volltreffer dabei sein.
Setzt einen großen, dicken Haufen auf das Zeug, was Euch eh ständig in der Werbung um die Ohren gehauen wird. Sucht nach neuer Musik und neuen Büchern und lasst Euch wenigstens mal einen Monat lang nicht von der Werbung erzählen, was Ihr gut finden müsst. Kauft mal einen Monat lang nicht einfach das, was im Chart-Regal im Mediakaufstadtsaturnmarkt steht oder Euch von Amazitunes als der neueste Hit angepriesen wird. Und warum eigentlich nur einen Monat lang? Warum nicht länger? Warum nicht wieder ein bisschen Zeit in die Suche nach der nächsten Lieblingsband investieren?
„Ja und ACTA? Was kann man denn nun konkret dagegen tun?“ Was man gegen ACTA tun kann? Einiges, was deutlich sinnvoller ist, als Boykottaufrufe zu teilen: Geht am Samstag auf die Strasse, schreibt Mails an Eure Abgeordneten, an die Parteien, erzählt anderen Menschen von ACTA, verteilt Links zu Informationsseiten, auf denen die sich über das Abkommen informieren können, beteiligt Euch an den Aktionsgruppen vor Ort… das macht alles mehr Aufwand als ein Klick, klar, aber es bringt auch mehr!
Update: Da gibt es auch noch eine Petition…
„Schwarzer März“-Protestbild von Mathias.
Dampfplauderei des Tages
geschrieben am 8. Februar 2012 von dobschat, kategorie(n): zeuch, tags: idioten, privatHm, wenn mir der größte und dümmste bekannte Dampfplauderer in diesem Teil des Sonnensystems erzählt, meine Mail enthielte nur heiße Luft und deswegen würde er sie gar nicht erst lesen, dann ist das doch echt mal wieder ein schönes Lob
Tja, „Geistiges Duellieren mit ebenbürtigen Gegnern“ wäre wirklich ein tolles Hobby, wenn es nicht an Gegnern mangeln würde…
Ich bin stolz auf mich
geschrieben am 8. Februar 2012 von dobschat, kategorie(n): idioten, tags: idioten, mails, privatHabe es heute tatsächlich geschafft eine sehr unangenehme Mail an eine mir mindestens so unangenehme Person zu schreiben und ich konnte der Versuchung widerstehen, die Mail mit „Und nun geh bitte sterben und wegen mir musst Du Dir damit nicht viel Zeit lassen“ zu beenden… Einfach war es aber nicht!
Jetzt schriftlich
geschrieben am 7. Februar 2012 von dobschat, kategorie(n): zeuch, tags: brieffreunde, inkasso, melangoHeute aus dem Postfach gezogen: Die schriftliche Bestätigung des Inkasso Büros, dass sie nicht mehr mit meinen Brieffreunden zusammen arbeiten. Daher also das erneute „Kulanzangebot“…
Zur Abwechslung mal wieder ein Kulanzangebot
geschrieben am 6. Februar 2012 von dobschat, kategorie(n): zeuch, tags: brieffreunde, inkasso, kulanzangebot, melangoDas ist doch mal lustig, anscheinend arbeitet jenes Inkassobüro wirklich nicht mehr für meine „Brieffreunde“ – oder warum kommt plötzlich wieder eine „Kulanzangebot“ (diesmal gültig bis 10.02.) von Melango? Die kapieren es echt nicht: Ich habe bei keinen Zugang bestellt, ich habe keinen Zugang erhalten und genutzt logischerweise auch keinen. Aber wie sollen die auch Briefe lesen, wenn sie deren Annahme verweigern…?
Kommentiert doch wo Ihr wollt!
geschrieben am 6. Februar 2012 von dobschat, kategorie(n): blogging, tags: blogging, facebook, Kommentare, plugins, privat, social, social networks, twitterAbgesehen von der Kältebus-Geschichte habt Ihr ja die Angewohnheit meine Artikel nicht hier, sondern vor allem bei Facebook zu kommentieren. Wäre aber trotzdem schön, die Kommentare hier gesammelt zu haben, also probiere ich jetzt mal das PlugIn „Social“ – kümmert sich (so die Beschreibung) um das Verteilen der Artikel zu Facebook und Twitter und sammelt dann die Kommentare dazu dort ein und sammelt diese hier. Mal schauen, ob es funktioniert – also kommentiert gefälligst, Ihr Säckinnen und Säcke
(Kleines Update extra für Yeti
)
Wenn man so was planen könnte
geschrieben am 3. Februar 2012 von dobschat, kategorie(n): blogging, tags: blogging, facebook, kältebus, trafficDas hier war wirklich mal ein ruhiges und beschauliches kleines Weblog, dann kam der Kältebus… oder so. Ich hatte ja durchaus schon einige Lastspitzen, aber was heute hier abgeht ist nicht mehr normal, wirklich nicht. Und zu 97% kommt der Traffic von Facebook, 2% via Twitter und der Rest aus anderen Ecken. Zumindest mal interessant.
Mal schauen wie lange es dauert, bis wir hier wieder unter uns sind: Meine paar Stammleser und ich
Mind The Gaep – Alles neu :)
geschrieben am 3. Februar 2012 von dobschat, kategorie(n): musik, tags: arbeit, leo-skull, mind the gaep, relaunch
Neues Album, neues Logo und jetzt haben wir noch die neue Site von Mind The Gaep raus getan… Mir gefällt’s, logisch, alles andere wäre ja auch doof
Es lohnt sich übrigens, mal in das neue Album „Get Ready For Tonight“ reinzuhören.
Kältebus in Saarbrücken
geschrieben am 3. Februar 2012 von dobschat, kategorie(n): zeuch, tags: awo, kältebusÜbrigens: Im Gegensatz zu Hamburg hat Saarbrücken einen „Kältebus-Abhol-Service“ für Obdachlose. Nennt sich hier „AWO-SOS-Express“, ist von der AWO und alle Infos stehen im Netz.
Facebook-Gruppen sind auch nur Foren
geschrieben am 2. Februar 2012 von dobschat, kategorie(n): zeuch, tags: facebook, foren, netz, trolleEs gibt Typen… Da kackt einer in einer Gruppe Leute an, die den Fehler gemacht haben keine Anwälte zu sein und daher bei ihrer Frage die falsche Bezeichnung eines Schreibens verwenden, dass der Absender verwendet hat. Wie gesagt, die wissen es nicht besser, ist nicht ihr Thema und die haben offenbar zum ersten Mal mit so einer Situation zu tun. Dummerweise habe ich dann dem „alten Hasen“ geschrieben, dass er da gerade auf die Falschen einhauen würde, gerade eben weil sie ja keine Anwälte seien. Ganz sachlich, ohne Beleidigung. Einfach nur meine Meinung. Daraus entspinnt sich dann eine längere Diskussion, in deren Verlauf sich jener „alte Hase“ als vollkommen merkbefreit zeigt, wie wild Leute beleidigt, selbst jene, die versuchen ihn zu verteidigen (er habe ja so Stress, er habe schon so viel für die Gruppe getan, da dürfe man ihn nicht kritisieren wenn er mal ausflippt usw.)… Ich bin dann ausgestiegen, weil ich mit Argumenten nicht weiter gekommen bin und mir meine Zeit echt zu schade ist, mich in einer Tour durch beleidigen zu lassen und mir wildeste Unterstellungen nachwerfen zu lassen.
Damit war die Diskussion aber lange nicht vorbei, andere waren noch lustig dabei. Und jetzt zog der „alte Hase“ einen Schlussstrich und löschte seine Kommentare und will damit beweisen, dass er ja gar nicht angefangen habe. Schließlich könne ja jetzt jeder sehen, dass die anderen angefangen hätten, weil er ja seine Kommentare gelöscht habe und wenn er angefangen hätte, dann müssten die ja noch da stehen… oder so. So ganz konnte ich der seltsamen Logik wirklich nicht folgen, ich mag da aber auch nicht mehr Zeit investieren. Reicht schon, dass ich vor lauter Kopfschütteln Ohrenschmerzen, einen Handabdruck im Gesicht vom Facepalmen und eine tiefe Beule in der Schreibtischplatte wegen des ganzen Kopf-auf-den-Tisch-fallen-lassens habe – noch mehr Kopfschmerzen deswegen müssen echt nicht sein.
Halten wir fest: Facebook-Gruppen sind auch nur Foren, von mir aus Version 2.0 – aber inklusive aller bekannten Begleiterscheinungen. Wobei das wirklich traurige in dem Fall ja ist, dass es um eine recht wichtige Sache geht und in der Gruppe an sich genug Sachverstand vorhanden wäre, um Betroffenen wirklich zu helfen, aber so ist das eben in Foren: Einige wenige Trolle können alles kaputt machen (manchmal reicht auch ein einziger).




