Kein Weblog
geschrieben am 12. Dezember 2006 von dobschat, kategorie(n): blogging, tags: bloggingHatte gestern mal wieder – das kommt in letzter Zeit häufiger vor – eine kleine Unterhaltung mit einem gefrusteten Blogger. Ja, solche Leute gibt es, die sich fragen, warum sie das eigentlich machen, denen so einiges an Kleinbloggersdorf nicht so ganz passt. Ganz vorne stehen da andere Blogger, die absichtlich oder unabsichtlich Regeln aufstellen: als Blogger müsse man gegen dies sein, als Blogger müsse man sich für jenes interessieren und das da sei für Blogger sowieso nicht vorstellbar.
Und wieder habe ich gesagt, was ich in solchen Fällen immer sage: wessen Weblog ist es denn? Deins! Also warum glaubst Du denn, dass Du in Deinem Weblog tun oder lassen musst, was andere für richtig halten? Und um noch weiter zu gehen: es ist Dein Leben! Nur weil Du eine bestimmte Form der Kommunikation nutzt musst Du Dir doch nicht vorschreiben lassen, was Du zu denken hast, was Dir gefallen muss und was nicht.
Ich erwähnte bei einigen Gelegenheiten bereits, dass ich nicht denke, dass es “den Blogger” (oder “die Bloggerin”) gibt. Das sind alles Individuen, die ein eigenes Leben haben und eine eigene Meinung (manche sollen auch mehrere Meinungen haben
). Ist das echt so schwer zu akzeptieren? Für manche ist es anscheinend so… Also nicht wundern, wenn ich mein Weblog demnächst “Kein Weblog” nenne… Ach ja: und auf keinen Fall sollte man wegen solchen Sachen aufhören zu bloggen ins Internet zu schreiben ![]()
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Hm, was sind das denn für Regeln, die da aufgestellt werden? Kannst du mal ein oder zwei Beispiele nennen? Ich kann mir da gerade nix drunter vorstellen und mir ist das auch bisher nicht begegnet.
Sicher gibt es einen gewissen Grundkonsens, wie man zu bloggen hat, z.B. dass man den ursprünglichen Urheber/Auffinder eines Links o.ä. verlinkt (“via” hat sich dafür ja eingebürgert). Aber m.E. sollte es diesen Konsens auch geben.
Man müsse zum Beispiel grundsätzlich gegen bestimmte Personen oder Medien sein, dieses oder jenes dürfe man nicht verlinken, sind ja alles nicht irgendwelche Regeln, die allgemein akzeptiert sind, sondern Meinungen einzelner, die man dann aber oft (auf teilweise sehr unhöfliche Art und Weise) vor den Latz geknallt bekommt…
Mit einfachen und allgemein akzeptierten “Regeln” wie “Ich verlinke meine Quellen” hat das nichts zu tun – was ich eh nicht als “Blogger-Regel” sehe, sondern für eine grundsätzliche Frage der Höflichkeit und des vernünftigen Umgangs miteinander halte.
Ach so. Danke für die Aufklärung.
Wenn X der Anteil der Idioten an der Menschheit ist, dann ist X eben auch der Anteil der Idioten an der Blogosphäre
Manchmal glaube ich, dass der Anteil in der Blogosphäre oder auch im Internet allgemein eher X + Y ist
Sieh es mal andersrum: Im Internet schaffen es die Idioten nicht so gut sich zu verstecken wie im echten Leben …
Doch, das klingt deutlich besser
Warum sollten sich Idioten im Internet verstecken wollen? Sie benutzen es doch bewußt als Medium der Selbstdarstellung! Ist ja auch viel gefahrloser als zum Beispiel in der Straßenbahn, weil u.a. die Möglichkeit der unmittelbaren körperlichen Maßregelung fehlt – und dafür möchte ich keinen Link präsentieren, auch wenn es gegenüber etwaiger idiotieversessener Leserschaft unhöflich erscheinen mag.
(Prophylaktische Antwort: Nein, den nicht, ich meine definitiv eine andere Person)
Max: Du meinst definitiv noch eine andere Person *g*
Der, an den alle zuerst denken, den an den ich denke und dann noch einer, an den Du denkst? Sollte es gar 3 Idioten im Web, allein gar im deutschsprachigen, geben? Das kann ich gar nicht glauben.
Die Welt ist ja sooo schlecht.
Die Welt ist noch viel schlechter, wirklich
Die Welt ist mit eine der Schlechtesten überhaupt!
Aber immer dran denken:
Wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt ein großes Bier daher!
Ich befürchte so ein grosses Bier, wie im Moment nötig wäre gibt es gar nicht… da müsste schon eine eigene Brauerei daher kommen