3.000 Euro für einen Eistee

geschrieben am 23. August 2007 von , kategorie(n): Allgemein, tags:

Ja, die Kochbuch-Abmahnungen gibt es immer noch und manchmal landet eine auch vor Gericht und wenn es dann noch einen Forenbetreiber trifft und das in Hamburg verhandelt wird, dann wird es teuer für den Forenbetreiber:

Wie mehrere hundert Blogger und Forenbetreiber vor ihm erhielt Bechstein eine Abmahnung von der Kanzlei Rotermund: Er solle 700 Euro zahlen, davon 300 Euro Lizenzgebühren, der Rest Anwaltskosten. Bechstein war fassungslos: “Ich habe das Bild sofort rausgenommen”, sagt er. Das reicht, dachte er. “Würde es vor anderen Gerichten auch”, sagt sein Anwalt Sascha Kremer. Das bestätigt auch der Knieper-Anwalt Florian Bischoff: “Die Rechtsprechung in Hamburg ist sehr günstig.” Die Kniepers führen dermaßen viele Abmahnprozesse, dass sie das Gericht nun um “Terminbündelung” baten: Wegen “Aufrechterhaltung des Betriebs und Urlaubsplanung”.

Erwartungsgemäß ließ der Richter gestern durchblicken, dass er Bechstein für haftbar hält. Für den Forumsbetreiber heißt das: Er wird auf rund 3000 Euro Gerichtskosten sitzen bleiben. Urteil am 14. September

So viel zum Thema man haftet als Betreiber eines Forums o.ä. erst ab Kenntnis usw. – das zählt in Hamburg nicht. Na dann kann der böse Forenbetreiber ja froh sein, dass es in Hamburg “sehr günstig” ist, wer weiss, was ihn das alles sonst gekostet hätte… Es wird jetzt Geld gesammelt, nicht nur für den verlorenen Prozess, sondern auch für die Berufung. Und hoffentlich stört die Berufung dann nicht irgendjemanden bei der Urlaubsplanung – wäre ja ein Jammer…

(via J.B.O.-Fans Forum)


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