Diese Schnüffelversuche via Xing sind schon reichlich dämlich

geschrieben am 1. Juni 2009 von , kategorie(n): Allgemein, tags: , , , , ,

Was für eine “grandiose” Idee: man bindet in die eigene Homepage einen unsichtbaren 1×1 Pixel kleinen iFrame mit seinem eigenen Xing-Profil ein und erfährt auf dem Weg zumindest zum Teil, wer sich so auf der eigenen Seite rumtreibt. Irgendwann in den letzten Wochen war das mal Thema in einem Weblog. Ich weiss nicht mehr wo es stand, aber beim Surfen mit der Kombination Safari 4 Beta + Glimse + Inquisitor + Google Gears (ich habe nicht komplett durchgetestet, welche Plugins/Einstellungen genau dafür verantwortlich sind) ist mir zumindest ein Fall sehr deutlich aufgefallen: in diesem Fall leitet mein Safari nämlich einfach zum Xing-Profil weiter…

Und irgendwie doch leicht daneben, dass ich darüber ausgerechnet bei einem Blogbeitrag gegen die Pläne von Zensursula stolpere, der in einem Blog liegt, in dem sich auch Beiträge zum Thema Datenschutz findet… naja, vielleicht mal erst selber das Schnüffeln einstellen, bevor man sich darüber beschwert, dass der Staat schnüffeln will. Ach ja, wer meint, diese Schnüffelei bei sich einbauen zu müssen, der sollte vorher mal die eigene Datenschutzerklärung lesen, da findet sich nämlich sehr oft eine Standardformulierung in der Art von:

Sofern innerhalb des Internetangebotes die Möglichkeit zur Eingabe persönlicher oder geschäftlicher Daten (Emailadressen, Namen, Anschriften) besteht, so erfolgt die Preisgabe dieser Daten seitens des Nutzers auf ausdrücklich freiwilliger Basis. Die Inanspruchnahme und Bezahlung aller angebotenen Dienste ist – soweit technisch möglich und zumutbar – auch ohne Angabe solcher Daten bzw. unter Angabe anonymisierter Daten oder eines Pseudonyms gestattet.

Freiwillig? Naja, diese iFrame-Methode halte ich jetzt nicht wirklich für freiwillig. Und nein, ich werde erstmal keine Adressen nennen, wer weiss, ob diese iFrames morgen dort noch verwendet werden…


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