100% abmahnsichere eBay-Auktionen

geschrieben am 23. Januar 2010 von , kategorie(n): Allgemein, tags: , , ,

Da sag’ noch mal einer, sich selbst zu googlen wäre reine Ego-Fickerei. Ist es nicht (nur). Sonst hätten wir nie erfahren, wie man eBay-Auktionen 100%ig abmahnsicher durchführt. Geht nicht? Doch, geht. Schaut Euch doch mal dieses Angebot des Users hier an:

eBay Betrug 1Sieht erst mal ganz normal aus, aber wenn man nach unten scrollt, dann wundert man sich, zumindest wir wundern uns:

eBay-Betrug 02Was macht der Name von Andrea, unsere Anschrift und unsere private Telefonnummer dort? Wir betreiben diesen Shop nicht. “ammazine” ist weder ein Account von Andrea noch von mir, wir wissen nicht, wer hinter diesem Account steckt. Und jetzt steht da Andrea als “Anbieter” des Angebots? Ja geht es denn noch?

Aber bitte: so kann man bei eBay 100% abmahnsichere Angebote einstellen – man besorgt sich einfach die entsprechenden Daten einer anderen Person und meldet sich damit bei eBay an. Klar, man schafft es dann wohl nicht den Status eines “geprüften Mitglieds” zu erreichen, aber dafür kann man sich beruhigt zurück lehnen, zumindest so lange, bis der ahnungslose Mensch, dessen Daten man verwendet durch Zufall auf so eine Auktion aufmerksam wird oder vielleicht eine Abmahnung erhält.

Offensichtlich wird selbst bei gewerblichen Verkäufern nicht wirklich genau von eBay geprüft, was die Händler da so eintragen. Natürlich kann man das auf einer eigenen Webseite genau so machen, aber so aus Sicht eines Nutzers würde man sich doch besser fühlen, wenn man wüsste, dass der Marktplatzbetreiber so ein paar grundlegende Standards prüft und kontrolliert? Oder würde es der eine oder andere nicht sogar erwarten? Wer hatte gleich noch mal gefragt, ob eBay ein vertrauenswürdiger Marktplatz ist?

eBay steht übrigens auch mit hinter der Kampagne “Online kaufen – mit Verstand!“, auf deren Website es u.a. “Die 7 Goldenen Regeln zum sicheren Online-Handel” gibt. Vielleicht sollte man mal auf der anderen Seite eine Kampagne “Marktplätze betreiben – mit Verstand!” ins Leben rufen? Ist ja nicht so, als wäre eBay ein kostenloser Service, die verlangen nicht zu knapp Gebühren – ist es da wirklich zu viel verlangt, die Identität zumindest der Verkäufer zu prüfen?

Wie auch immer: wir waren bei den Freunden und Helfern, haben Anzeige erstattet und eBay informiert. Zwar glauben wir nicht wirklich daran, dass die Polizei denjenigen erwischen wird, der dahinter steckt, aber wer weiss schon, ob es sich bei den Patches um Originalware handelt und nicht um Nach-Stickereien ohne Lizenz? Und wem würden die Markeninhaber wohl eine Abmahnung schicken? Eben – und dann zu antworten “Nö, bin ich doch gar nicht” ist doch glaubwürdiger, wenn man dazu auch gleich eine Kopie der Bestätigung über die Erstattung einer Strafanzeige mitschicken kann. Und wieder einmal haben wir viel zu viel Zeit wegen irgendwelcher dämlichen Idioten verschwendet… :( Ein fettes Danke an alle, die uns da letzte Nacht mit Tipps, Infos und Kontakten versorgt haben und für uns testgekauft haben (wir wollten ja wissen, auf wessen Namen das Paypal-Konto läuft).


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