Februar 5, 2010
Hm, ich habe so ein klein wenig den Eindruck, dass es wohl nicht die schlechteste Idee gewesen sein mag, dass wir für uns bzw. “unsere Musiker” keine Accounts bei “musiker-in-deiner-stadt.de” angelegt haben. Wenn ich so lese, wie es Alice Hive bei der Anmeldung ging und was für Post da anschließend eintrudelte… Und diese Erfahrungen haben offenbar noch einige mehr gemacht, zum Beispiel sehen die Erfahrungsberichte bei Ciao doch etwas seltsam aus und auch im Forum Musiktempel.de hat man ganz eigene Erfahrungen mit dem Betreiber von “musiker-in-deiner-stadt.de” und deren Anwälten gemacht.
Nein, dort nicht angemeldet zu sein erscheint mir (Achtung liebe Anwälte, dies ist eine Meinungsäußerung!) nicht nur als nicht die schlechteste, sondern sogar als richtig gute Idee. Es ist ja nicht so, als gäbe es nicht andere Möglichkeiten Mitmusiker zu finden.
Februar 4, 2010
Nein, die Klage gegen Alex ist natürlich nicht gemeinnützig, sondern eher seltsam. Eine ganz kurze Zusammenfassung: es geht um Kommentare in Alex’ Blog, die der Jugendhilfe Lüneburg (eine gemeinnützige GmbH) nicht gepasst haben, darauf kommt am 7. Oktober 2009 eine Abmahnung (übliches Programm: Unterlassungserklärung, Kosten des Anwalts) und ein Brief der Jugendhilfe selber. RA Dr. Bahr hat Alex beraten und nach der Löschung der beanstandeten Kommentare der Jugendhilfe und deren Anwälten geantwortet, dass die Kommentare gelöscht wurden, aber weder eine Unterlassungserklärung abgegeben noch die Anwaltsrechnung bezahlt würde. Dann hörte Alex nichts mehr von der Sache. Bis gestern:
Es vergeht einige Zeit und gestern nun erreicht mich ein sehr großer Brief in dem viele Unterlagen vom LG Hamburg an mich geschickt wurden. Dort wurde Klage gegen mich erhoben. Im Wesentlichen werden die gleichen Dinge vorgebracht wie zuvor. Es werden in der Anlage, aber auch in den anwaltlichen Schreiben von Springer Speidel & Manning zudem auch Auszüge von Herrn Tjadens Blogs und oder Büchern zitiert. In dieser Zeit hat Herr Tjaden kein Wort mehr über die Jugendhilfe Lüneburg an dieser Stelle, in diesem Blog verloren.
Und jetzt stellt an sich dann doch die eine oder andere Frage:
Warum, frage ich mich aber auch, klagt die Jugendhilfe Lüneburg gegen mich, wenn Sie vorher verlangte, ich solle die Beiträge löschen und ich diesem Wunsch nachkam? Warum frage ich mich außerdem, wird dieses Schreiben der Jugendhilfe an mich von den Anwälten gegenüber dem LG Hamburg mit keinem Wort erwähnt, und warum wurde dem Gericht nicht angezeigt, dass ich bereits eine anwaltliche Vertretung in Person von RA Dr. Bahr habe?
Gute Fragen, ein weniger höflicher Mensch würde vielleicht ganz andere Fragen stellen, in denen es um Tassen und Schränke, Latten und Zäune gehen könnte. Aber wir bleiben ja höflich und stellen solche Fragen daher nicht…
Januar 28, 2010
Wer sich als Querdenker sieht, der sollte mal lieber aufpassen, sich als solcher zu bezeichnen, zumindest wenn es um “Druckereierzeugnisse; Werbung, Unternehmensberatung, Marketingberatung; Seminare, Ausbildungs- und Fortbildungsberatung” geht. Das wissen nun auch die Macher des Business-Club innovativ.in. Die Kommentare zum Blogeintrag sind recht interessant, wie auch mal eine Suche nach dem Begriff bei Twitter…
Achtung: ich möchte vorsorglich darauf hinweisen, dass weder ich noch dieser Blogbeitrag Querdenker im Sinne des Markenschutzes sind…
Januar 27, 2010
So, der Betrüger, der meinte mit Andreas Identität auf eBay verkaufen zu müssen ist inzwischen, seit etwa 18 Uhr am Dienstag, gesperrt. Es wäre vielleicht schneller gegangen, wenn nicht auch noch genau zwei Sachen zusammen gekommen wären: Schlechtes Timing und ein technisches Problem. Heute früh hatte jemand von eBay versucht mich telefonisch zu erreichen – dummerweise während ich mit einem Kunden des Betrügers telefonierte und mit unterdrückter Rufnummer. Heute Abend – nach einer Software-Wiederherstellung wegen WLAN-Problemen – kam dann das iPhone endlich mal auf die Idee mir mitzuteilen, dass da eine Nachricht in der Mailbox wartet. Ihr dürft mich zitieren: Drecks-iPhone! Die Visual Voicemail ist ja ganz prima so lange sie funktioniert, aber…
Warum uns die ganze Sache aber so genervt hat? Nun, es geht nicht nur um mögliche Abmahnungen, die Andrea bekommen könnte. Da die Aufnäher teilweise Markenlogos ohne Lizenz verwenden, hätte sich unter Umständen noch der Zoll für die Dinger interessiert – die Bestellungen wurden ja aus Thailand verschickt. Und dann sind da noch die Steuerfahnder, die ja durchaus auch im Internet unterwegs sind und sich dort ein wenig umschauen. Und wer hat schon besondere Lust in den Verdacht der (Umsatz-)Steuerhinterziehung zu kommen? Wir nicht, auf Anraten unseres Steuerberaters hat Andrea die Sache also auch dem Finanzamt gemeldet. Insgesamt kommt da eine Menge Zeit und Geld zusammen, die uns die ganze Sache gekostet hat.
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Januar 23, 2010
Da sag’ noch mal einer, sich selbst zu googlen wäre reine Ego-Fickerei. Ist es nicht (nur). Sonst hätten wir nie erfahren, wie man eBay-Auktionen 100%ig abmahnsicher durchführt. Geht nicht? Doch, geht. Schaut Euch doch mal dieses Angebot des Users hier an:
Sieht erst mal ganz normal aus, aber wenn man nach unten scrollt, dann wundert man sich, zumindest wir wundern uns: Continue Reading »
Januar 21, 2010
Man mag es nicht glauben, man will es nicht glauben, aber es soll tatsächlich so passiert sein: Die Firma Komsa soll Abmahnungen verschicken, weil andere Seitenbetreiber das Firmenlogo auf ihren Seiten hätten. Das volle Programm: Unterlassungserklärung (natürlich strafbewehrt) und Rechtsanwaltskosten und eine Reihe von Drohungen (“letzte Gelegenheit zur gütlichen Einigung“, usw.). Nur: auf den Seiten ist das Logo gar nicht eingebunden, nirgends. Bei Komsa sieht man das Logo aber auf tausenden von Webseiten. Warum?
Die haben einen Adblocker installiert und statt der Werbung wird ein KOMSA-Logo ausgeliefert. Und deshalb verschickt die Dame heute fleißig Unterlassungserklärungen. Hammer oder?
Da arbeiten 1.200 Leute und natürlich ist nicht jeder mit den Abmahnungen beschäftigt, aber von den drei oder vier Leuten, die mit den Abmahnungen zu tun hatten, hätte es doch einem mal auffallen können, dass da was nicht stimmen kann. Aber wahrscheinlich wollten die auch nur zu den Bloggern
Dezember 10, 2009
Am 9. Dezember 2009 bei delicious gespeicherte Links:
- POLITBLOGGER » Der ‘Experte’ oder: Steinbachs Enkel – Das ist der entscheidende Vorteil als Berufspolitiker: in anderen Berufen muss man – fast immer – Ahnung von seinem Job haben…
- Internetrecht: Es ist nicht alles Schwachsinn, aber doch fast – 21 Fakten über Disclaimer » t3n News – Sollte jeder lesen, der sich überlegt einen Disclaimer welcher Art auch immer wohin auch immer zu kleben. Danke.
- Netz-Strategie: Google will die Weltherrschaft – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt – "Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun." – Wenn das wirklich die Überzeugung des Google-Chefs Eric Schmidt ist, dann sollte ich die Nutzung von verschiedenen Google-Dienste noch mal intensiv überdenken.
- Microsoft Deutschland macht sich stark für Internetsperren – Golem.de – Hm, hat der Chef von Microsoft Deutschland vor irgendwann mal Familienminister zu werden? Die passenden sinnfreien Phrasen hat er schon drauf, von wegen "Symbol" und "rechtsfreier Raum".
- Filesharing: Der Kampf gegen illegale Downloads bedroht die Informationsgesellschaft | Digital | ZEIT ONLINE – Lesen! Sollte vor allem jeder MdB lesen…
- Werbung nur bei älteren Beiträgen anzeigen » Werbung, Stammleser, Artikel, Beiträge, Website, Suchmaschinen » michaeloeser – Klar, da gibt es Plugins für – aber es muss ja nicht immer gleich ein PlugIn sein…
Dezember 2, 2009
Am 1. Dezember 2009 bei delicious gespeicherte Links:
November 24, 2009
Was hat die Augsburger Stadtverwaltung geritten? Kurz: ein Augsburger registriert sich augsburgr.de für ein Weblog und fragt bei der Stadt Augsburg an, ob die was dagegen haben, dass er die für ein Weblog nutzen möchte. Nun hätten die Damen und Herren der Augsburger Stadtverwaltung einfach ein kurzes Schreiben zurück schicken können in der Art “Nein, wollen wir nicht, lass das!” Hätten sie können. Stattdessen haben sie einen Anwalt das alles etwas ausschweifender formulieren und “Abmahnung” drüber schreiben lassen und dann natürlich auch gleich noch die Rechnung des Anwalts hinterhergeschickt – mal eben schlappe 1.890,- Euro. Bürgerservice ist teuer, was?
So macht man das also in Augsburg mit Bürger-Anfragen, oder wie? Aber vielleicht sollte man einfach mal beim Oberbürgermeister nachfragen, was da passiert ist. Morgen wäre da eine gute Gelegenheit bei einer Bürgerversammlung:
Am Mittwoch, 25. November, lädt Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl alle Bürgerinnen und Bürger um 19 Uhr in die Gaststätte Grüner Kranz, Neuburger Str. 45, zu einer gesamtstädtischen Bürgerversammlung ein. Bürgerversammlungen bieten als demokratisches Forum sowohl Bürgerinnen und Bürgern als auch dem Oberbürgermeister und der Verwaltung eine gute Möglichkeit, auf die Stadt bezogene Probleme und Fragen zu diskutieren und Argumente auszutauschen. Nach Artikel 18 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern können grundsätzlich nur Gemeindebürger, also alle wahlberechtigten Gemeindeangehörigen, das Wort erhalten. Ausnahmen kann die Bürgerversammlung beschließen.
Beim Werbeblogger gibt es ein Interview mit dem abgemahnten Augsburgr…
Update: gar nicht mehr nötig selbst beim OB nachzufragen, das hat die Augsburger Allgemeine getan und das Ergebnis ist erfreulich:
Gribl versicherte, dass Blogger Fleischmann die Abmahnkosten von 1890 Euro nicht bezahlen müsse. “Ich hätte mir da ein sensibleres Vorgehen gewünscht”, sagte der Oberbürgermeister wörtlich gegenüber der Augsburger Allgemeinen.
Na also…
Oktober 31, 2009
Am 30. Oktober 2009 bei delicious gespeicherte Links: