Wir sind ja nun doch schon ein Weilchen verheiratet und Andrea hat ihren neuen Namen. Keine Ahnung, wie viele Briefe, Faxe und eMails wir deswegen verschickt haben, in den meisten Fällen war das alles auch gar kein Problem. Aber es gibt ja noch die Agentur für Arbeit und die freiwillige Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung. Da sowieso ein Termin in der Nähe anstand, war sie dort vor ziemlich genau einem Jahr gleich persönlich wegen der Namensänderung.
Vor ziemlich genau einem Jahr sagte ich so, dass es doch prima wäre zeitnah den Status bei Facebook ändern zu können. Andrea war davon nicht ganz so begeistert, sie meinte irgendwas in der Art, dass sie mich dann die Eheringe fressen lassen würde, wenn ich das iPhone während der Trauung auspacken würde…
Nein, wir sind noch verheiratet und haben absolut nicht vor, das zu ändern (im Gegenteil) – wir haben nur das eigene Weblog für das Projekt eingestampft und die Beiträge hier in mein Weblog importiert. Alle Artikel und Kommentare sind noch da, nur eben jetzt hier statt in einem eigenen Weblog
Irgendwie immer noch komisch, wenn ich Andrea “meine Frau” nenne… nicht unangenehm komisch, aber irgendwie komisch… und die Ringe sind immer noch nicht graviert – wo rennt die Zeit eigentlich hin?
Nö, nix mehr Obama, aber irgendwie passt es gerade. Es stehen mal wieder reichlich Veränderungen an. Größere Veränderungen. Die Ursache der Veränderungen sind privater Natur, sie werden sich aber auch auf unser Berufsleben auswirken. Wie massiv diese Veränderungen werden und wann genau sich was alles ändert ist noch nicht ganz sicher, so ganz steht das alles noch nicht fest und es werden sicher noch ein paar Nächte mit Diskussionen und Abwägen von Optionen vergehen, bis wir genau wissen, wie wir auf die Veränderungen reagieren. Fest steht nur eins: das werden wir gemeinsam durchziehen, von der Entscheidung bis zur Umsetzung. Und ich will das auch mit keinem anderen Menschen durchziehen als mit Andrea. Es ist immer wieder verblüffend, wie gut wir zusammen funktionieren und ich bin echt froh, dass es so ist – sonst hätte ich die Frau ja auch nicht geheiratet.
Angst vor Veränderungen? Krise? Pff, nicht mit uns
Ich habe ja echt Glück, ich habe tatsächlich zwei Väter. Klar, nicht biologisch, biologisch gesehen habe ich natürlich nur einen Vater, aber so praktisch gelebt betrachtet war doch mein Stiefvater immer mehr mein Vater im Sinne von Vaterfigur als mein leiblicher Vater (und das ist nun wirklich nur eine Feststellung, wenn es eine Schuldzuweisung sein sollte, dann ginge die eh komplett auf meine Kappe, ich wollte ja auch nicht – ist aber ein ganz anderes Thema).
Langsam ist es beängstigend, der Drang sich fortzupflanzen ist in unserem Bekanntenkreis ungebrochen – einige haben ihre Gene jetzt schon zum zweiten Mal vermischt. Und immer wieder die Frage: “Und wann ist es bei euch so weit?” Auch auf die Gefahr hin, dass es uns eh keiner glaubt: nicht in diesem Leben.
Ich wäre ja wieder für Katzen (Andrea hat in ihrem frischen Pro-Account bei Flickr auch Fotos von Sissi & Krümel reingeschubst), wenn da nicht Andreas Allergie wäre. Und diese haarlosen Katzen sind einfach hässlich.