Eine berechtigte Frage: Warum scheint sich keiner für den Datenschutz zu interessieren, sobald es um Migranten und ALGII-Empfänger geht?
“Warum müssen Hartz-IV-Empfänger bestimmte Kontrollen über sich ergehen lassen?”, fragt Zurwaski. Und antwortet selbst: “Aus Angst vor Leistungsbetrug – ja sicher. Aber auch, weil die Härte, mit der Arbeitslose und die Sozialschwachen angefasst werden, inzwischen gesellschaftsfähig ist.”
Ist das wirklich schon so? Ist es für eine Mehrheit in diesem Land normal, dass auf Leistungen wie ALGII angewiesene Menschen nur ein Recht auf “eingeschränkten Datenschutz” haben?
Okay liebe Leute von mp3.de, wenn Ihr unbedingt wollt, dann kündige ich eben das Newsletter-Abo bei Euch. Ihr hättet aber auch einfach mal ‘nen Ton sagen können… Ich verstehe natürlich, dass Ihr mit Werbung Geld verdienen müsst und so, aber sollte man sich nicht hin und wieder überlegen, ob man nicht doch ein klein wenig zu weit geht? So ein kleines bisschen? Muss man wirklich aggressiv Werbung für Adressdatensammler machen? Klar, machen ja fast alle, aber trotzdem stört es mich.
Der CCC hat da eine Idee: Mit einem Datenbrief sollen alle Bürger einmal pro Jahr von Unternehmen und Behörden informiert werden, welche Daten sie da jeweils von ihnen gespeichert haben. Klingt erst mal nach einer ganz guten Idee, wer weiss schließlich schon, wer welche Daten von einem gespeichert hat? Eben. pflaumensaft hat da ein paar mögliche Szenarien zusammen getragen, die so einen Datenbrief dann aber doch eher nicht so toll aussehen lassen.
Die Diskussion zum dem Beitrag ist teilweise tatsächlich konstruktiv, teilweise aber auch einfach nur dämlich. Klar, die Beispiele mögen konstruiert sein, um mögliche Schwachstellen aufzuzeigen – aber es geht ja eben darum, mögliche Schwachstellen zu finden, bevor aus der Idee ein Gesetz wird. Und mindestens zwei Argumente sollten mal genauer betrachtet werden: die falsche Zustellung und die zusätzliche Datensammlung, durch den Datenbrief.
Netz-Strategie: Google will die Weltherrschaft – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt – "Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun." – Wenn das wirklich die Überzeugung des Google-Chefs Eric Schmidt ist, dann sollte ich die Nutzung von verschiedenen Google-Dienste noch mal intensiv überdenken.
Am 17.09.2009 schon was vor? Verschieben. Es ist OptOutDay. Die wenigsten wissen, dass die Einwohnermeldeämter Personendaten weiter geben dürfen, so lange man nicht der Weitergabe seiner Daten widerspricht. Am 17.09. nun treffen sich (hoffentlich) viele Menschen, um gemeinsam ihre Formulare für den Widerspruch der Datenweitergabe abzugeben. Unter anderem auch in Saarbrücken.
Was für eine “grandiose” Idee: man bindet in die eigene Homepage einen unsichtbaren 1×1 Pixel kleinen iFrame mit seinem eigenen Xing-Profil ein und erfährt auf dem Weg zumindest zum Teil, wer sich so auf der eigenen Seite rumtreibt. Irgendwann in den letzten Wochen war das mal Thema in einem Weblog. Ich weiss nicht mehr wo es stand, aber beim Surfen mit der Kombination Safari 4 Beta + Glimse + Inquisitor + Google Gears (ich habe nicht komplett durchgetestet, welche Plugins/Einstellungen genau dafür verantwortlich sind) ist mir zumindest ein Fall sehr deutlich aufgefallen: in diesem Fall leitet mein Safari nämlich einfach zum Xing-Profil weiter…
Und irgendwie doch leicht daneben, dass ich darüber ausgerechnet bei einem Blogbeitrag gegen die Pläne von Zensursula stolpere, der in einem Blog liegt, in dem sich auch Beiträge zum Thema Datenschutz findet… naja, vielleicht mal erst selber das Schnüffeln einstellen, bevor man sich darüber beschwert, dass der Staat schnüffeln will. Ach ja, wer meint, diese Schnüffelei bei sich einbauen zu müssen, der sollte vorher mal die eigene Datenschutzerklärung lesen, da findet sich nämlich sehr oft eine Standardformulierung in der Art von:
Sofern innerhalb des Internetangebotes die Möglichkeit zur Eingabe persönlicher oder geschäftlicher Daten (Emailadressen, Namen, Anschriften) besteht, so erfolgt die Preisgabe dieser Daten seitens des Nutzers auf ausdrücklich freiwilliger Basis. Die Inanspruchnahme und Bezahlung aller angebotenen Dienste ist – soweit technisch möglich und zumutbar – auch ohne Angabe solcher Daten bzw. unter Angabe anonymisierter Daten oder eines Pseudonyms gestattet.
Freiwillig? Naja, diese iFrame-Methode halte ich jetzt nicht wirklich für freiwillig. Und nein, ich werde erstmal keine Adressen nennen, wer weiss, ob diese iFrames morgen dort noch verwendet werden…
Falls Dir so allgemein gefällt, was Du hier so siehst und einen Du Flattr-Account hast, dann kannst Du hier dem Dobschat sein Weblog insgesamt flattrn. Einzelne Beiträge können natürlich auch geflattrt werden (oder wie man das nun nennt)…