Juni 22, 2010
Zwischen 20. Juni 2010 und 22. Juni 2010 bei delicious gespeicherte Links:
- Die Online-Strategie der deutschen Presseverlage in 5 einfachen Schritten – 1. Nur einen Bruchteil der Inhalte aus Print online zugänglich machen. Die Mehrheit der Inhalte erst gar nicht online stellen, hinter Bezahlschranken stecken oder nur für Google zugänglich machen.
2. Sich regelmäßig öffentlich darüber beschweren, dass man aufgrund der sogenannten ‘Kostenloskultur’ alles frei zugänglich online stellen müsse und deswegen nicht genügend Einnahmen im Web erwirtschaften könne.
3. Aufgrund der fehlenden Einnahmen einen in der Öffentlichkeit Leistungsschutzrecht genannten Institutionenschutz mit Monopolisierung der Sprache fordern.
4. ???
5. Profit.
- Schriftwechsel mit Grünen-Fraktion zur “Initiative 108e” | Piratenpartei Brandenburg – Hm, also weil eine Aktion gegen Abgeordnetenbestechung kann von der Landtagsfraktion der Grünen in Brandenburg nicht unterstützt werden, weil sie am gleichen Tag gestartet wurde, an dem das Gerichtsurteil gegen Jörg Tauss gefällt wurde? Muss man das nachvollziehen können? Oder was ist nun deren Problem?
- Unerlaubte Hilfe: iPad-gestützte Rede wird zum Streitthema im Bundestag – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt – Als gäbe es in diesem Land keine echten Probleme, mit denen man sich im Bundestag mal ernsthaft beschäftigen sollte…
- Die großen Performance-Bremsen im Frontend 1 | perun.net – Oh ja, da gibt es einige, hier auch…
- ALT/1977: WE ARE NOT TIME TRAVELERS on the Behance Network – Wie würde Werbung für MP3-Player, Notebook, Handy und mobile Spielkonsole mit heutigen Innereien 1977 aussehen:
"I've explored that idea in this series by re-imagining four common products from 2010 as if they were designed in 1977: an mp3 player, a laptop, a mobile phone and a handheld video game system. I then created a series of fictitious but stylistically accurate print ads to market them, as well as a handful of abstract posters (you know, just for funsies)."
Mai 30, 2010
Ja, blödes Wortspiel, ich weiss, man möge es mir verzeihen, ich schlafe zu wenig…
Nachdem ich jetzt so ein paar Reaktionen zum Urteil in Sachen Jörg Tauss und Reaktionen auf die Reaktionen und Reaktionen auf wilde Überarbeitungen von Reaktionen gelesen habe, habe ich ein gewaltiges Fragezeichen im Gesicht. Was soll die ganze Aufregung denn? Jörg Tauss hat doch nie geleugnet, dass er sich den Kinderporno-Müll besorgt und ihn besessen hat. Darum ging es doch auch in der Verhandlung gar nicht. Die Frage war doch, ob er als Abgeordneter das Recht hatte, das straffrei im Zuge eigener Ermittlungen zu tun und falls dem so wäre, ob es sich bei seinen Nachforschungen um so eine straffreie Ermittlung handelte. Das Gericht war nicht der Meinung… Aber warum sollen die Piraten ihn jetzt unbedingt raus schmeissen? Weil er wegen dem Besitz von Kinderpornos verurteilt wurde? Dann hätten sie ihm besser gar nicht erst erlauben dürfen Mitglied zu werden, schließlich musste man schon damals mit einer möglichen Verurteilung rechnen. Und was seine Ermittlungen angeht, da hat er natürlich verdammt viel Mist gebaut – warum hat er das Zeug bei sich im Schrank gelagert, satt die Ergebnisse seiner Recherche vernünftig zu dokumentieren und das alles der Polizei zu übergeben? Aber vielleicht sollte das alles ja noch passieren, was genau im Kopf von Jörg Tauss vorging und vorgeht ist nur einem wirklich bekannt: Jörg Tauss. Alle anderen können ihm glauben oder eben nicht.
Und ja, ich persönlich neige dazu ihm zu glauben, dass er mit seinen Recherchen tatsächlich nur hehre Ziele verfolgte. Aber ich denke auch, dass er sich da von Anfang an so dämlich wir nur möglich bei angestellt hat. Und irgendwie wird Dummheit doch immer bestraft, wenn auch nicht immer gleich mit einer Bewährungsstrafe…
Update: Knapp 6 Stunden später ist die Diskussion über einen Rauswurf von Jörg Tauss aus der Piratenpartei sowieso erledigt, er tritt selbst aus – um die Piratenpartei damit von diesen und anderen Diskussionen um seine Person zu befreien:
Damit aber kein Missverständnis entsteht: Dieser Austritt erfolgt, um die Piraten und unsere Sache zu stärken. Das ist das Gegenteil meines Austritts aus der SPD. Ich bin mir sicher, mit diesem Schritt die Piraten mehr zu unterstützen, als mit der Aufrechterhaltung einer formalen Mitgliedschaft. An der Diskussion werde ich mich weiter beteiligen. Jeder kann meine Beiträge finden und wer Unterstützung benötigt, kann jederzeit auf mich zählen.
Januar 23, 2010
- Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen gegen das Menschenrecht. Wer Rassismus schützt ist Mittäter.
- Rechtsradikalismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen gegen das Menschenrecht. Wer die Verbreitung rechtsradikaler Ideologie schützt ist Mittäter.
- Menschenrechte zu bekämpfen ist keine Meinung sondern ein Verbrechen gegen das Menschenrecht. Wer Menschenrechtsgegner im Kampf gegen Menschenrechte gewähren lässt ist Mittäter.
Natürlich auch der Rest des Textes von Sven ist äußerst lesenswert. Wie war das? “Lesebefehl” ist out? Egal – Lesebefehl! Und danach noch ein kleines Video zum Thema “linke vs. rechte Gewalt”. Nein, Gewalt ist nie gut, egal aus welchen Gründen. Aber einfach zu ignorieren, dass es einen Unterschied macht, ob Autos oder Menschen angezündet werden… dazu fällt mir nix ein.
Das LKA hat es inzwischen tatsächlich geschafft, die Seiten des Bündnis “Dresden Nazifrei“ vom Netz zu bekommen – aber es gibt schon Kopien der Site im Netz, zum Beispiel hier und dort. Da kommen sicher noch weitere dazu…
Januar 23, 2010
Ich wusste nicht wirklich, was ich dazu noch schreiben soll: Die Piratenpartei hat anscheinend ihre Unterstützung für Dresden Nazifrei zurückgezogen. Vor allem mit welcher Begründung (von wegen “Versammlungsrecht gilt auch für Nazis”) – was es dazu teilweise zu lesen gibt im Forum der Piratenpartei. Wer solche Mitglieder, Anhänger und Sympathisanten hat, der braucht tatsächlich keine Gegner mehr.
Aber andere Leute haben es geschafft die Sache auf den Punkt zu bringen, so dass ich nur den Kommentar von Jo bei Spreeblick zitieren muss:
Mal eine kurze Zwischenfrage aus dem Off: Welche Synapsen muss man sich eigentlich verknoten, um einen Nazi-Aufmarsch zur Relativierung von Kriegsverbrechen und Holocaust als schützenswerte Wahrnehmung von Grundrechten umzucodieren?
Einen Aufmarsch, der sich bereits in offiziellen Aufrufen gegen die demokratische Kultur unserer Gesellschaft wendet und in den letzten Jahren wenig Zweifel daran gelassen hat, welche Ziele Organisatoren und Teilnehmer tatsächlich verfolgen?
(Die Begriffe “Demokraten” bzw. “Demokröten” benutzen Nazis als Kampfbegriff zur Absetzung von der eigenen “revolutionären Bewegung”. Zitat von der Mobilisierungsseite der Nazis: “Deine Pflicht beginnt bereits da, wo der Umerziehungsapparat der Demokraten beginnt zu wirken.”)
Sagt mal, merkt ihr noch was, oder sind bei soviel Realitätsverdrängung etwa Drogen im Spiel? Kann man Pinguinscheisse eigentlich rauchen, oder spritzt man das?
Januar 13, 2010
Dann und wann schaue ich doch auch mal bei Aaron Stefan Koenig vorbei – für die regelmäßige Dosis WTF! Er schafft es tatsächlich immer wieder noch einen drauf zu setzen. Halten wir mal fest:
- die Piratenpartei ist mit “Netz-Partei” wohl nicht grundsätzlich falsch beschrieben und
- die Kommunikation innerhalb der PP und mit Sympathisanten findet vor allem in Mailinglisten, Foren, Chats, Weblogs, Wiki – kurz: in elektronischen Schriftmedien statt.
Und nun kotzt schreibt ein Mitglied des Vorstands der Piratenpartei Deutschland dies hier in die Kommentare seines Weblogs (Die Hervorhebung ist von mir):
ich bitte um Verständnis, dass ich leider nicht die Zeit habe, auf jeden einzelnen Kommentar hier zu antworten und auch nicht an Diskussionen teilzunehmen. Dies ist ein Blog, in dem ich Artikel schreibe, aber kein von mir betriebenes Diskussionsforum, dessen Betreuung kann und möchte ich nicht leisten.
Meiner Erfahrung nach sind Diskussionen in elektronischen Schriftmedien allerdings ohnehin nicht besonders ergiebig.
Das Weblog des Herrn Koenig dient also nur der Verbreitung seiner Elaborate – an einer Diskussion ist er nicht interessiert. Okay, das ist so, ist sein gutes Recht. Aber wirklich amüsant ist, dass der mal so nebenbei wohl mindestens 80% (meine eigene Schätzung) der innerhalb seiner Partei - zu deren Vorstand er ja immerhin gehört – statt findenden Kommunikation als “nicht besonders ergiebig” bezeichnet. Und wieder wundert man sich, staunt und stellt sich die Frage, was der eigentlich in der Piratenpartei will?
Dezember 7, 2009
Am 6. Dezember 2009 bei delicious gespeicherte Links:
- synType CMS || developer.lab || synType.org – "synType CMS is a free, open source Web Content Management System. synType CMS is fast, secure, stable and easy to learn. It provides many tightly integrated features out of the box, where other systems require external modules you may even have to pay for." – Mal anschauen…
- Google-Wave Einladungen zu vergeben « Die Memoiren des Josh K. Phisher –
- Theme Uninstaller – Only, Here, WordPress, More, Advent, Calendar – WP Engineer – Schön, wenn alle Themes (und Plugins) einen Uninstaller hätten, der alle Spuren aus der Datenbank tilgt…
- Das war kein Spaß – und sollte keiner sein – Blogger, Journalisten, Verleger, Leistungsschutzrecht, rivva… auf jeden Fall auch die Kommentare lesen!
- Aufmerksamkeitsökonomie, Aaron Koenig, kritisch ediert –
Dezember 5, 2009
Am 4. Dezember 2009 bei delicious gespeicherte Links:
Dezember 4, 2009
Nein, nachts noch Blogbeiträge schreiben ist keine gute Idee, irgendwann werde ich es mir merken. Hoffentlich. Eigentlich war der Beitrag auch viel zu kurz und viel zu viel habe ich gar nicht erwähnt. Zum Beispiel der von Wolfgang erwähnte Punkt:
Wer geht, überlässt den Kostümpiraten rund um Koenig ein tolles Programm, das dann nur noch binäre Esoterik werden wird! #piraten
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Dezember 4, 2009
So heisst es dann wohl, wenn man die Piratenpartei verlässt, oder? Ohne viel Text zu den Gründen, einfach so. Der ganze Kram rund um die Äußerungen von “Aaron” Koenig war übrigens nur der berühmte letzte Tropfen. Ich will einfach nicht Mitglied einer Partei sein, die sich nicht klar, unmissverständlich und ohne jedes “Wenn” und “Aber” gegen Rechtsextremismus, Fremden- und andere Arten von Anderenfeindlichkeit stellt.
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Dezember 2, 2009
Am 1. Dezember 2009 bei delicious gespeicherte Links: